Zum Inhalt

Lugitsch Mitarbeiter sind omnipräsent


Die sehr erfolg- und ereignisreichen Fachtage der heurigen Wintersaison neigen sich langsam dem Ende zu. Lugitsch Mitarbeiter aus verschiedenen Produktionssparten waren bei sämtlichen Veranstaltungen präsent. Das Kernthema der Vorträge stand diesmal ganz im Zeichen der Digitalisierung der Landwirtschaft. Hier ging es nicht um die Vergrößerung der Stallungen, sondern vielmehr um die Technisierung einzelner Arbeitsschritte und darum, das Arbeiten in einem Familienbetrieb auch weiterhin wirtschaftlich zu sichern. Vor allem körperlich schwere Arbeiten sollen so erleichtert werden. Ein großes Thema war auch der Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft. Dieser hat sich in der Geflügelbranche überaus positiv nach unten entwickelt. Auch in der Schweine- und Rinderbranche arbeitet man an einer Reduktion. Teilweise wird noch vorbeugend Antibiotika eingesetzt (z.B.: antibiotische Trockensteller). 

Vergleicht man den Antibiotikaeinsatz weltweit, gehört Österreich zu einem der Länder mit geringstem Einsatz, was die Vertreter der österreichischen Landwirtschaft sehr freut. Ein weiteres brisantes Thema waren die Emissionen und Immissionen der Landwirtschaft und deren Umweltwirkung. Darauf wird auch die kommenden Jahre ein Hauptaugenmerkt gelegt werden. Ein erster Schritt dazu ist die neue Richtlinie für sachgerechte Düngung, die in Raumberg-Gumpenstein vorgestellt wurde. In Zuge dessen wurde auch auf die Nährstoffkreisläufe und die Trinkwasserqualität näher eingegangen. Gerade Deutschland hat hier im Moment vieles aufzuholen und sorgt mit der neuen Düngevorordnung für Schlagzeilen.

Bei der Wintertagung Geflügelhaltung wurde die erfolgreiche AMA-Kampagne „Federführend“ vorgestellt und ein kritischer Blick auf die Lebensmittelkennzeichnung, vor allem bei verarbeiteten Produkten, geworfen. Die Geflügelwirtschaft fordert „Kennzeichnung und Transparenz für alle“ und sieht das als große Chance für die heimische Landwirtschaft. Näher eingegangen wurde auch auf neue Haltungsmodelle, die klima-, tier- und anrainergerecht sein sollen. Gerade im Hinblick auf die Tiergesundheit, spielen die unterschiedlichen Haltungsmodelle eine entscheidende Rolle, da in Zukunft beim Stallbau viel Wert auf die Auslebung des natürlichen Verhaltens gelegt werden soll.

Bei den Rindervorträgen standen die Kosten und das Management im Fokus. Umso besser das Management und die vorbeugende Investition in die Gesundheit, umso geringer auch die Kosten, wurde veranschaulicht präsentiert. Das Projekt „Farmlife“, das den Landwirten als Instrument für die Kreislaufwirtschaft und die Futterqualität dient, wurde sehr praxisorientiert vorgestellt. Im Zuge dessen wurde genauer auf die Produktion und Ernte der Maissilage eingegangen. Hierbei wurde veranschaulicht, dass Maissilage nicht gleich Maissilage ist. Der Fachtag in Kirchberg, welcher mittlerweile der größte Rinderfachtag in der Steiermark ist, widmete sich ausschließlich der Fruchtbarkeit. Nicht nur das Fruchtbarkeitsmanagement stand im Fokus, sondern auch die neuen Techniken, die das Management vereinfachen sollen, wurden genauer erläutert. 

Gelungene Veranstaltungen für Landwirte, aber auch für Berater und Interessensvertreter waren spannende und lehrreiche Vorträge dabei. Dies zeigt auch die Besucheranzahl, die sich jährlich an einem Zuwachs erfreut. In diesem Sinne bedanken wir uns bei den Organisatoren und freuen uns bereits auf die Fachveranstaltungen in der kommenden Wintersaison.