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STADT WIEN DENKT UM

Mehr Tierwohl und höhere Standards für Stadt-Küchen

Die Stadt Wien will in ihren Großküchen, etwa in Spitälern und Schulen, die Standards anheben - für weniger Tierleid und mehr Umweltschutz. 100.000 Mahlzeiten stellt die Stadt täglich bereit.

Bei der Pressekonferenz zum Thema, die am 11. November stattfand, sprach sich Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Umweltschutzabteilung (MA 22) klar dafür aus, die Standards in den Küchen der Schulen, Kindergärten, Spitälern, Pensionistenwohnhäusern und Kantinen anzuheben. „Gutes Gewissen - Guter Geschmack“ heißt die Initiative der Umweltschutzabteilung und der Wiener Tierschutzombudsstelle Wien.

Bereits 1998 wurde das Programm „ÖkoKauf Wien“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Einkauf von Waren, Produkten und Dienstleistungen in allen Bereichen der Stadtverwaltung stärker nach ökologischen Gesichtspunkten auszurichten. Aktuell ist eine 30-prozentige Bioquote bezogen auf den Einkaufswert verpflichtend. 

In den Großküchen einiger Partner sei der Anteil an Bio-Lebensmitteln bereits jetzt freiwillig deutlich höher. Als Best-Practice-Beispiel wurde das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser genannt, einer der größten Gemeinschaftsverpfleger Wiens: „Beim Einkauf wird großer Wert auf Regionalität, Saisonalität und biologische Herkunft gelegt“, so Gerhard Schöberl, der die Lebensmittelbeschaffung leitet. Etwa 70 Prozent der Lebensmittel werden laut Schöberl aus der Region bezogen, über 30 Prozent sind Bio-Ware. 

Für 2018 sind auch Biowürstel aus Hahnenfleisch auf dem Speiseplan geplant: „Bei uns wird kein Hahn mehr nach dem Schlüpfen ins Jenseits befördert“, betonte Karlheinz Uhl von der Firma NestEi, der zusammen mit Daniel Hillinger vor Ort die Bio Eier in der neuen, ökologischen Grasverpackung sowie Wurtskreationen der Marke Steirerhahn Henry präsentierten.