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Auf den Spuren von Henriette und Co

In Schlossberg-Grosswalz (Leutschach an der Weinstrasse)

Am südlichsten Punkt der Steiermark, nahe der slowenischen Grenze, liegt der kleine Ort Großwalz. Fährt man die schmale Panorama-Bergstraße hoch, entlang bis ans Ende, hat man einen atemberaubenden Blick über die steirischen Hügel bis über die Grenzen hinaus. Hier liegt der idyllische Bio-Bauernhof von Richard und Evi Tscheppe. Zwei, die sich ganz und gar der Landwirtscha  verschrieben haben.

Der auf 700m Höhe gelegene Hof umfasst ein altes Bauernhaus, ein Presshaus, dass mit viel Liebe renoviert und zum Wohnhaus umgebaut wurde, zwei Ställe für Kühe und Kälber sowie zwei große, langgezogene Ställe, architektonisch geschickt verbunden durch einen Rundturm, für die rund 2600 „Henriette“ Bio-Legehennen aus dem Hause Lugitsch. Der Hof ist seit Generationen in Familienbesitz und während das Ehepaar Tscheppe die Landwirtscha  betreibt, vermietet Oma Tscheppe Fremdenzimmer an „Urlauber am Bauernhof “.

1995 übernahm Richard Tscheppe den Hof und modernisierte den Kuhstall, in dem 47 Kühe und Kälber ihr Zuhause haben.

Die um den Hof liegenden, saftig-grünen Weiden bieten den Tieren nicht nur genügend täglichen Auslauf sondern auch jede Menge Möglichkeit zum Grasen, Entspannen und Fressen. Die Kühe sind bei den Tscheppes „Männersache“. Sohn Alexander geht seinem Vater  eißig zur Hand. Und Arbeit gibt es hier genug. Als einziger Bio-Milchbauer weit und breit, muss Richard Tscheppe die Milch selbst mehrmals die Woche zur Milchsam- melstelle liefern, da eine Abholung erst ab 4-5 Bio-Milchbauern innerhalb des näheren Umfeldes möglich ist. „Da der Preis für Bio-Milch aktuell um einiges höher ist, als der für Milch aus konventioneller Stallhaltung, nehme ich den weiten Weg gerne auf mich“, so Richard. Ein wenig noch mit den kleinen Kälbern auf Kuschelkurs und weiter geht ́s quer über den Hof, wo sich seit 1998 die damals neu errichteten Stallungen der Legehennen be nden. „Die Hühner sind „Frauensache“, erklärt uns Evi Tscheppe mit einem Schmunzeln. Diesen Bereich bewirtscha et sie mit Tochter Julia.

Und so ein „Hühnerleben“ bei den Tscheppes scheint den Tieren zu gefallen. Man kann es schon von der Ferne hören. Mit munterem Gegacker werden wir empfangen. Am Fuß des Stalles erstreckt sich ein Hang mit einer großen Weide und vielen Obstbäumen. Dazwischen hüpfen die Hühner zahlreich munter umher und genießen die herrliche Sonne. Der Panoramaweitblick, den man von hier aus über die steirischen Hügel hat – ich frage mich, ob die Hühner auch so weit schauen können – ist schon fast kitschig und einfach wunderbar.

Täglich landen bis zu 2400 Bio-Freilandeier in den Legenestern, die dann mit einem automatischen Förderband in den Sammelraum transportiert werden. Dort säubern Evi und Julia von Hand die Eier, sortieren sie aus und versehen sie mit der Herkunftsnummer.

Bei einer täglichen Menge in dieser Größe ist an einen Privatverkauf der Eier nicht mehr zu denken. Deshalb entschloss sich das Ehepaar Tscheppe, Partnerbetrieb der Firma Lugitsch zu werden und die Eier an die Firma NestEi zu liefern. 2 x pro Woche werden die zahlreichen Bio-Eier von Lugitsch zur DLS Eierlogistik nach Nestelbach/Ilz transportiert. „Obwohl die genaue und akribische Vorkontrolle der vielen Eier täglich für mich anfangs eine große Umstellung war – die Firma NestEi arbeitet auf Basis hoher Qualitätsansprüche in Bezug auf Haltung und Produkt – bin ich sehr zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf der Zusammenarbeit“, so Evi Tscheppe.

In der Weinlaube neben dem Garten, wo alles wächst und gedeiht, erzählt uns das Paar von seinen Erfahrungen mit anderen Futtermittel-Firmen. „Billig ist nicht immer besser“, davon ist Richard Tscheppe überzeugt. Sowohl er als auch seine Frau schätzen den tollen Kundenservice sowie die fachliche Kompetenz und Hilfsbereitschaft  von Lukas Groß, dem Jüngsten aus dem Herbert Lugitsch u. Söhne Verkaufsteam. „Er hat uns davon überzeugt, den Legebetrieb mit Hühnern der Lugitsch-Marke „Henriette“ zu starten und auf das, perfekt auf die Bedürfnisse dieser Rasse hergestellte Futter aus eigener Produktion zu setzen. Und bis heute sind wir sicher, dass es die richtige Entscheidung war“, so Evi und Richard.

Für die Zukunft gibt es auch schon Neues zu berichten. Die Erweiterung des Kuhstalles ist gerade in der Planungsphase. 

Wir dürfen also gespannt sein, mit was uns die Tscheppes noch so alles überraschen!