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Hitzestress

Worauf muss in der Fütterung geachtet werden?

Der Winter ist vorbei und die Temperaturen steigen wieder merklich an. Das hat zur Folge, dass gerade die leistungsbereiten Kühe vermehrt unter Hitzestress leiden. Wichtig für die Landwirte ist vor allem, den Hitzestress rechtzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Die Folgen von Hitzestress sind weitreichend. Neben verringerter Futteraufnahme, daraus resultierendem Milchleistungsverlust, Energiemangel und Fruchtbarkeitsstörungen, kommt es vermehrt zu höheren Zellzahlen in Verbindung mit Euterentzündungen.


Wohlfühltemperatur 4° – 16° C


Bei entsprechend hoher Lu feuchtigkeit haben die Milchleistungskühe bereits bei 20° C einen leichten Hit- zestress. Wenn die Stalltemperatur auf 30° C und mehr ansteigt, leiden die Tiere bereits sichtlich unter der Hitze. Atemfrequenz und die Körpertemperatur steigen, die Tiere stehen vermehrt und schwitzen, um leichter Körperwärme abgeben zu können. Zu beobachten ist, dass sich die Kühe an Orten zusammenstellen, wo viel Frischluft  zuströmt. Die optimale Temperatur für Milchkühe liegt zwischen 4° – 16° C.


Ausreichend Wasser


Bei Hitzestress geht nicht nur die Futteraufnahme zurück, sondern auch der Wasserbedarf steigt deutlich an. Als Faustzahl gilt 7 cm Wassertroglänge/Kuh. Die Tränken sollten mit kurzen Wegstrecken erreichbar sein, nicht in Sackgassen liegen und eine ausreichend hohe Durch ussrate von rund 20 Liter/Minute aufweisen. Am wichtigsten jedoch ist, dass die Tränken sauber sind und das Wasser von bester Qualität ist! Die Tränken sollten im Sommer mindestens einmal täglich entleert und ge- säubert werden, denn Wasser ist das wichtigste Futtermittel.


Auf Sommerration umstellen


Da unter Hitze leidende Kühe weniger Futter aufneh- men, ist die Qualität des Futters umso entscheidender. Unbedingt vermieden werden sollte die Verfütterung von warmen Silagen. Deshalb die Ration am Futtertisch mehrmals täglich auf deren Temperatur kontrollieren, die Futterreste täglich entfernen und beim Silostock auf ausreichend Vorschub und Hygiene achten. Die Ration sollte auf die geringere Futteraufnahme eingestellt wer- den, sodass die Tiere ihrer Leistung entsprechend aus- reichend Energie und Mineralsto e aufnehmen können.
Damit gerade im Hochsommer eine leistungsgerechte Ration nicht zu vermehrten Acidosen, verbunden mit einem starken Milchfettrückgang führt, fragen Sie Ihren Lugitsch Fütterungsberater. Er unterstützt Sie gerne bei der optimalen Zusammenstellung Ihrer Sommerration.


DI Cornelia Sixt